Freie Gelenkkörper

Freie Gelenkkörper bei Arthrose


Beschwerden und Symptome


Freie Gelenkkörper entstehen durch eine vorbestehende Arthrose des Gelenkes, bei der es zum Abreisen von Knorpelschuppen oder zur Separierung von Knochenspornen kommen kann. Beides ist die Folge eines Verschleißschadens des Sprunggelenkes.

Diese Freien Gelenkkörper können zu einschießenden  Schmerzen führen, wie bei dem Engpass-Syndrom. Weiterhin kann es zu Blockierungserscheinungen des Gelenkes kommen, die zu einer spontanen Bewegungseinschränkung führen. Diese kann sich spontan lösen oder über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.

Meist bestanden im Vorfeld schon Beschwerden am Sprunggelenk, wie z.B. morgendliche Anlaufschmerzen oder Schmerzen im Gelenk bei Über- oder Fehlbelastung. Beides sind Symptome einer bestehenden Sprunggelenksarthrose.

Diagnostik


Allein die Erhebung der Krankengeschichte kann schon diagnosesichernd sein, da Blockierungserscheinungen relativ eindeutig auf freie Gelenkkörper deuten können.

Zur weiteren Diagnostik sollte ein Röntgenbild gemacht werden. Nur bei unklaren Röntgenbefunden sollte eine Kernspintomographie gemacht werden, um die Diagnose zu sichern.

Therapie


Letztendlich ist bei Vorhandensein von freien Gelenkkörpern die Durchführung einer Sprunggelenksarthroskopie angezeigt. Dabei werden diese freien Gelenkkörper entfernt und nach Begleitschäden des Gelenkes geschaut. Bei (wahrscheinlich) bestehender Arthrose kann gleichzeitig eine Knorpelglättung, eine Entfernung von entzündeter Gelenkinnenschleimhaut (dies ist eine Folge der Arthrose) und ggf., bei bestehendem knorpelfreien Bereichen der Gelenkpartner, eine microfracture-Behandlung durchgeführt werden.

Bei dieser microfracture-Therapie werden mit einem kleinen Rundmeißel Löcher in die frei liegende Knochenanteile eingebracht, um das Knochenmark zu eröffnen. Im Knochenmark gibt es sogenannte Stammzellen, die dann in das Gelenk wandern und zu einem Defektverschluss des entsprechenden freien Knochenbereichs mit einem Ersatzknorpel führen können.

Nachbehandlung


Die Nachbehandlung entspricht derjenigen, die bei den Engpass-Syndromen durchgeführt wird.

Die Ausnahme betrifft die microfracture-Therapie. Sollte diese Therapie durchgeführt werden, ist es notwendig das Sprunggelenk 6 Wochen nur mit einer Teilbelastung von 20 kg zu belasten. Dies ist notwendig, dass aus den kleinen Knochenkanälen die Stammzellen in das Gelenk wandern können. Bei einer Vollbelastung würde es zu keiner Zellwanderung kommen. Allerdings darf das Gelenk frei bewegt werden.