Haglund-Exostose

Haglund-Exostose

Bei der Haglund-Ferse handelt es sich um eine angeborene, knöcherne Vorwölbung des Fersenbeins. Diese hintere obere Ecke des Fersenbeines kann zur Irritation des Achillessehnenansatzes führen. Normalerweise macht dieser ausladende Knochenrand keine Beschwerden. Kommt es jedoch durch Druck  in diesem Bereich von zu engen oder zu hart gearbeiteten Schuhen beginnen die Beschwerden. Oft kommt es zu Reizzuständen auch durch eine Dauerbelastung wie Langstreckenlauf.


Beschwerden und Symptome


Es kommt zu Belastungsschmerzen und Schwellung am Ansatz der Achillessehne. Die Weichteile reagieren mit Irritationserscheinungen wie Rötung der Haut, Fersenschmerzen beim Gehen oder sogar einer Entzündung des Schleimbeutels.

Diagnostik


Bei der Untersuchung findet sich eine lokale Schwellung und Druckempfindlichkeit. Die Ausprägung der Knochenecke am Fersenbein ist im Röntgenbild sichtbar. Die Ultraschalluntersuchung zeigt häufig Flüssigkeit hinter der Achillessehne. Im Zweifelsfall ist auch eine Kernspinntomographie erforderlich.

Therapie


Konservative Therapie

Die lokale Entzündung wird mit Eis und Salbeneinreibungen behandelt. Die Einnahme von entzündungshemmenden Tabletten ist für einige Zeit erforderlich. Fersenpolster aus Silikon entlasten die Achillessehne. Eine Trainingsanpassung ist erforderlich. Eine Cortisoninjektion in den Schleimbeutel hinter der Achillessehne ist hilfreich. Falls die Schmerzen durch diese Maßnahmen nicht zu verbessern sind gibt es die Möglichkeit der operativen Behandlung.


Operative Therapie

Das Prinzip besteht darin, die hintere obere Ecke des Fersenbeines abzutragen und hierbei auch den verdickten Schleimbeutel zu entfernen. Dadurch wird der Druck auf die Achillessehne reduziert und die Entzündung kann ausheilen.
Die Operation ist arthroskopisch, d.h. in „Schlüssellochtechnik" möglich. Dies hat den Vorteil der geringeren postoperativen Schmerzen und der schnelleren Rehabilitation.

Nachbehandlung


Bei der arthroskopischen Technik kann nach einer Woche vollbelastet werden. Beim offenen Eingriff ist je nach Umfang teilweise eine mehrwöchige Entlastung an Gehstöcken erforderlich.