Morton Neurom

Morton-Neurom

Das Gefühl in den Zehen wird durch mehrere kleine Nervenäste gewährleistet, deren letzte Aufteilungen sich auf Höhe der Mittelfußknochen befinden.

Kommt es bei Veränderungen des Fußgewölbes wie beispielsweise einem Spreizfuß zu einem Tiefertreten eines oder mehrerer Mittelfußknochen, kann es zu einer Kompression des jeweils "in die Zange genommenen" Nerven kommen.


Beschwerden und Symptome


Der durch diese Kompression verursachte Reizzustand kann eine lokale Wucherung des Nervengewebes nach sich ziehen, die sich für den Betroffenen in Schmerzen und Brenn- bzw. Kribbelgefühlen im Bereiche der Zehen äußert.

Diese können auch kribbeln oder taub werden. Der Patient hat das Gefühl, ein kleines Steinchen würde drücken.

Diagnostik


Bei der Untersuchung findet sich der typische Druckschmerz zwischen den Mittelfußköpfchen.

Das Röntgenbild zeigt in der Regel einen unauffälligen Befund. Durch den Druck auf den Nerv kann sich dieser entzünden und anschwellen. Im weiteren Verlauf vernarbt der Nerv und verdickt sich. Es entsteht ein Nervenknötchen ("Neurom"). Diese bildet sich nicht mehr zurück. Das Neurom kann häufig in der Kernspintomografie dargestellt werden.

Therapie


Die Behandlung ist zunächst konservativ. Der Fuß soll nicht stark belastet werden und es werden Einlagen angepasst. An die schmerzhafte Stelle werden bis zu 3 Injektionen mit einem Gemisch aus Cortison und Lokalanästhetikum verabreicht. Sollte dies nicht zu einer entscheidenden Verbesserung führen ist eine Operation erforderlich.

Über einen kleinen Hautschnitt wird der Nerv aufgesucht und das Knötchen dargestellt. Dann wird der betroffene Nervenknoten entfernt. Dies führt zu einer bleibenden, leichten Gefühlsminderung zwischen den betroffenen Zehen. Der Schmerz ist in der Regel nach 4-6 Wochen vollständig verschwunden.

Nachbehandlung


Patienten die sich einer Fußoperation unterzogen haben müssen in der ersten Zeit (2-3 Wochen) mit einer Schwellung rechnen.

Ein Schwerpunkt der frühen Nachbehandlung liegt deshalb in der Überwachung der Wundheilung und der Verordnung abschwellender Maßnahmen. Nach der Operation wird für 2-3 Wochen ein Verbandsschuh getragen, dann kann auf normale Schuhe übergegangen werden.