Hammerzehen

Hammer- und Krallenzehen

Fehlstellungen der Kleinzehen sind meistens Folge einer Fußfehlstellung. Durch das Absinken des Quergewölbes beim Spreizfuß kommt es zur Verkrümmung der Zehen und zur Ausbildung von schmerzhaften Hornhaut-Schwielen. Die Fehlstellung kann im End-, Mittel- und Grundgelenk der Zehe lokalisiert sein.

Am häufigsten ist die fixierte Beugestellung im Mittelgelenk mit der Schwiele ("Hühnerauge") auf der Oberseite der Zehe.


Beschwerden und Symptome


Durch den Schuhdruck kommt es häufig zur Ausbildung schmerzhafter Schwielen auf den Zehenoberseiten.

Diagnostik


Bei der Untersuchung wird die Fußform, die Beweglichkeit der Gelenke, die Verhornung der Fußsohlen, die Beschaffenheit und Funktion von Muskeln und Bändern beurteilt.

Röntgenbilder im Stand geben Aufschluss über die knöcherne Situation, hier können Gelenkverschleiß, Fehlstellungen und weitere Parameter bestimmt werden, die für die Therapieentscheidung relevant sind.

Therapie


Sind die konservativen Behandlung mit Einlagen und Schienen ausgereizt ist die Therapie der Wahl die operative Behandlung.

Der häufigste operative Eingriff ist die Entfernung des Grundgliedköpfchens (Hohmann Operation). Der Eingriff wird ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt. Die Zehe wird dadurch leicht verkürzt und streckt sich. Es bildet sich eine innere Narbe im Bereich des Mittelgelenkes welche die Zehe in der Beweglichkeit einschränkt.

Nachbehandlung


Patienten die sich einer Kleinzehenoperation unterzogen haben müssen in der ersten Zeit (6-8 Wochen) mit einer Schwellung der Zehe rechnen. Ein Schwerpunkt der frühen Nachbehandlung liegt deshalb in der Überwachung der Wundheilung und der Verordnung abschwellender Maßnahmen.

Der Knocheneingriff erfordert eine zeitlich begrenzte Schienung durch einen Draht. Nach der Operation wird für 2-3 Wochen ein Verbandsschuh getragen, dann kann auf normale Schuhe übergegangen werden.