Hallux Valgus

Hallux valgus

Als Hallux valgus bezeichnet man ein häufig vorkommendes Hervortreten des Großzehen im Grundgelenk nach innen. Im Anfangsstadium ist dieses Problem selten schmerzhaft. Bei zunehmender Deformierung des kann jedoch das Tragen normalweiten Schuhwerks zur Ausbildung von Druckstellen führen. Die Erkrankung ist meist erworben und tritt häufig bei Spreizfuß oder Plattfuß auf. Enges und hochhackiges Schuhwerk begünstigen die Erkrankung, weshalb Frauen deutlich häufiger betroffen sind.


Beschwerden und Symptome


Neben Druckschmerzen am "Großzehenballen" treten später auch Belastungsschmerzen auf, die aufgrund der resultierenden Fehlbelastung den ganzen Fuß vereinnahmen können. Begleitend kann eine Bewegungseinschränkung auftreten. Enges Schuhwerk kann aus diesem Grund häufig nicht getragen werden.

Diagnostik


Bei der Untersuchung wird die Fußform, die Beweglichkeit der Gelenke, die Verhornung der Fußsohlen, die Beschaffenheit und Funktion von Muskeln und Bändern beurteilt.

Röntgenbilder im Stand geben Aufschluss über die knöcherne Situation, hier können Gelenkverschleiß, Fehlstellungen und weitere Parameter bestimmt werden, die für die Therapieentscheidung relevant sind.

Therapie


Sind die konservativen Behandlung (Nachtlagerungsschienen, Dehnungsübungen, Einlagen) ausgeschöpft bleibt die Operation.

Während früher das operative Repertoire beschränkt war, kann man heute mittels differenzierter, so weit möglich gelenkerhaltender Techniken sowohl funktionell als auch ästhetisch sehr gute Resultate erzielen. Die modernen Operationsverfahren ermöglichen eine schnelle Belastbarkeit des Fußes in der Regel ohne Gipsbehandlung.

Der Fuß erhält in der Regel seine natürliche schlanke Form zurück und das Tragen normalen Schuhwerks wird wieder möglich.

Nachbehandlung


Patienten die sich einer Vorfußoperation unterzogen haben müssen in der ersten Zeit (6-8 Wochen) mit einer Schwellung des Fußes rechnen.

Ein Schwerpunkt der frühen Nachbehandlung liegt deshalb in der Überwachung der Wundheilung und der Verordnung abschwellender Maßnahmen. Eine Ruhigstellung des Fußes (z.B. Gips) ist in der Regel nicht erforderlich. Die Knochenheilung benötigt 6-8 Wochen und in dieser Zeit muss ein Vorfußentlastungschuh getragen und Gehstöcke benutzt werden. Der Fuß darf nur teilbelastet werden.

Nachdem die Röntgenkontrolle eine Heilung des Knochens zeigt, kann auf normale Schuhe und Vollbelastung übergegangen werden.