Meniskus

Jedes Kniegelenk enthält zwischen Ober- und Unterschenkelknochen zwei sichelförmige  Faserknorpelscheiben  (Innen- und Außenmeniskus).
Die Aufgabe der Menisken ist eine möglichst große Fläche zur Lastübertragung vom Ober- zum Unterschenkel herzustellen, ohne die Beweglichkeit zu behindern. Aufgrund ihrer Lage und ihrer starken mechanischen Beanspruchung sind die Menisken besonders anfällig für Schädigungen.

Grundsätzlich unterscheiden wir traumatische (unfallbedingte) und degenerative (verschleiß- oder überlastungsbedingte) Risse.
 Der frische traumatische Meniskusriss entsteht bevorzugt bei Sportverletzungen. Bei solchen Verrenkungen des Kniegelenks kommt es häufig zu schweren Kombinationsverletzungen (Kreuzband-Innenband- und Meniskusriss).

Der degenerative Meniskusriss entsteht nach  chronischer  Überlastung über viele Jahre (ungünstige Belastungen in tiefer Hocke, Übergewicht, wiederholte Verdrehungen u.a.).  Auch  viele kleine Überbelastungen beim Sport oder der Arbeit führen dazu, dass das zermürbte Meniskusgewebe dann bei irgendeiner weiteren Überbelastung einreißen kann.
Ein Meniskusriss heilt in der Regel nicht mehr. Die  im Gelenk einklemmenden Teile schädigen den Gelenkknorpel und können so zur Kniegelenksarthrose führen.

Kreuzband

Das Kniegelenk wird durch die Seitenbänder und die Kreuzbänder stabilisiert. Man unterscheidet das vordere und das hintere Kreuzband. Der zentrale Stabilisator des Kniegelenkes ist das vordere Kreuzband.

Bei gerissenem vorderem Kreuzband ist das Kniegelenk vor allem in Streckstellung nicht ausreichend stabil, so dass es zum unkontrollierten Einknicken des Gelenkes kommt.

Dieser führt auf Dauer zwangsläufig zur Entstehung von Meniskus- und Knorpelschäden, die letztlich zur Ausbildung einer Arthrose führen. Neben den konkreten Einschränkungen der alltäglichen Belastbarkeit ist dies der Hauptgrund, der für die Operation des vorderen Kreuzbandes spricht.

Kniescheibenluxation (Herausspringen der Kniescheibe)

Die Kniescheibe fungiert wie eine Umlenkrolle und überträgt die Last der vorderen Oberschenkelmuskulatur auf den Unterschenkel. In die Kniescheibe strahlen eine Reihe von Bändern und Sehnen ein. Ab einer Beugung des Kniegelenkes von ca. 20-30° kommt die Rückseite der Kniescheibe in Kontakt mit dem Oberschenkelknochen und bildet mit diesem ein Knieteilgelenk . Insbesondere bis 30° wird die Kniescheibe durch die seitlich einstrahlenden Bänder  stabilisiert. Bei höhergradiger Beugung erfolgt die Stabilisation der Kniescheibe zunehmend durch eine Rinne im Oberschenkelknochen, in welche die Kniescheibe eingleitet.

Knorpelschaden

Knorpelschäden können prinzipiell in jedem Alter auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Die Ursache ist entweder genetisch vorbestimmt oder Folge von Verletzungen des Gelenkes, z.B. bei Stürzen, Meniskus- oder Kreuzbandrissen.  Es gibt jedoch auch ein lokales Absterben und Ablösen von Knorpel ohne erkennbare Ursache (Osteochondrosis dissecans, hauptsächlich Sprunggelenk, Knie und Ellenbogen).

Kniearthrose© 2013 Smith & Nephew GmbHMit zunehmendem Ausmaß der Knorpelschäden treten auch Veränderungen der knöchernen Tragflächen des Gelenkes auf. Hier spricht man von Arthrose.

Der Knorpeltyp, welcher in den großen Gelenken vorkommt wird als hyaliner Knorpel bezeichnet und hat einen hohen Gehalt an Wasser. Der gesunde Knorpel hat vor allem eine Pufferfunktion zwischen zwei aufeinander liegenden Gelenkanteilen. Der Knorpel selbst ist nicht durchblutet, sondern wird über die umgebende Gelenkflüssigkeit ernährt die bei gesundem Knorpel einen hohen Anteil an Glucosaminen und Hyaloronsäure enthält.

Eine mögliche konservative Therapieform ist die Verabreichung von Knorpelspritzen.

Beinachsenfehlstellung

Beinachsenfehlstellungen beschreiben eine O- oder X-Verbiegung der unteren Extremitäten. Diese Achsfehlstellungen können erworben (Unfall, Entzündung, Fehlwachstum) oder angeboren sein.

Durch eine Achsfehlstellung verläuft die mechanische Tragachse des Beines nicht mehr durch die Kniegelenksmitte mit einer gleichmäßigen Lastverteilung auf dem inneren und äußeren Gelenkabschnitt wie bei einer geraden Beinachse.

Vielmehr kommt es bei einer O-Verbiegung des Beines zu einer überdurchschnittlich hohen Belastung des inneren Gelenkabschnittes, bei einer X-Verbiegung führt dieses entsprechend zu einer vermehrten Belastung des äußeren Gelenkabschnittes. Dieses kann zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiß in dem entsprechend vermehrt belasteten inneren oder äußeren Gelenkabschnitt führen.

Künstliches Kniegelenk

Knieprothese © 2013 Smith & Nephew GmbHKnieprotheseIst die degenerative Erkrankung des Kniegelenkes so weit fortgeschritten, dass konservative Therapiemaßnahmen wie Schmerzmittel, Akkupunktur, Spritzen und Bandagen nicht mehr lindern, gelenkerhaltende Operationen wie Kniespiegelung und Achsenkorrektur keine Schmerzreduktion mehr erzielen, so ist der künstliche Kniegelenkersatz die Therapie der Wahl.

Engpass-Syndrom (Impingement)

Die häufigste schmerzhafte Funktionsstörung des Schultergelenkes ist das sogenannte subacromiale Impingement. Hierbei kommt es zum Einklemmen der äußeren Sehnen der Schulter und des darüberliegenden Schleimbeutels am Schulterdach.

Die Einklemmung führt zur Reizung des Schleimbeutels mit anschließender Schwellung, was aufgrund der engen Platzverhältnisse zu einer Verstärkung der Einklemmungserscheinungen führt.

Kalkschulter

Verkalkungen können an unterschiedlichen Stellen der Schulter auftreten. Dabei handelt es sich nicht um eine typische Alterserkrankung. Auch wenn sie manchmal die Folge vermehrter Belastung ist, ist doch die Ursache in den meisten Fällen unbekannt.

Rotatorenmanschette

Als Rotatorenmanschette bezeichnet man jene das Schultergelenk überspannenden Sehnen und  Muskeln, die die Bewegung  des Oberarms gewährleisten.

Der rein aufgrund eines Unfalls entstandene Riss einer gesunden Sehne ist dabei sehr selten und erfordert eine große Krafteinwirkung beim Unfallgeschehen.

Häufiger sind schleichend aufgrund von Sehnenabnutzung entstandene Risse oder die Kombination aus beiden, d.h. durch einen Unfall reißt eine bereits vorgeschädigte Sehne ab.

Schulterinstabilität

Durch die außerordentliche Beweglichkeit des Schultergelenks sind angeborene oder erworbene Instabilitäten mit der Neigung zur Ausrenkung (Luxation) der Schulter häufig.

Bei der durch eine im Rahmen eines Unfalls erlittenen Erstluxation des Schultergelenks erworbenen Instabilität liegt regelmäßig ein Abriss des knorpeligen vorderen Gelenkpfannenrandes zusammen mit einer Dehnung der vorderen Gelenkkapselanteile vor.

Durch diese Schäden ist die Zentrierung des Oberarmkopfs bei Bewegungen nachhaltig gestört. Die gedehnte vordere Gelenkkapsel ist zudem nicht mehr in der Lage, bei Extrembewegungen mit erhöhter Kapselspannung rechtzeitig ein Warnsignal an die schulterstabilisierende Muskulatur zu geben.

Hüftarthrose, künstliches Hüftgelenk

Hüftprothese© 2013 Smith & Nephew GmbHHüfte Arthrose © 2013 Smith & Nephew GmbHIst die degenerative Erkrankung des Hüftgelenkes so weit fortgeschritten, dass konservative Therapiemaßnahmen wie Schmerzmittel, Kranken-gymnastik und Spritzen und nicht mehr lindern, so ist der künstliche Hüftgelenkersatz die Therapie der Wahl.

Hüftgelenkspiegelung (Arthroskopie)

Die Gelenkspiegelung (Arthroskopie) ist im Bereich vieler Gelenke, zum Beispiel das Knie- und Schultergelenks, seit vielen Jahren Teil der orthopädischen Standardtherapie.

Auch das  Hüftgelenk ist durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre für Spiegelung ein Teil des Behandlungskonzeptes.

Folgende Diagnosen lassen sich durch eine Arthroskopie der Hüfte behandeln:

  • Engpass-Syndrome  (Femoroacetabuläres Impingement)
  • Läsion der Hüftgelenkslippe sog. Labrumläsion
  • Erkrankungen der Gelenkschleimhaut (z.B. Synovitis)

Hallux valgus

Als Hallux valgus bezeichnet man ein häufig vorkommendes Hervortreten des Großzehen im Grundgelenk nach innen. Im Anfangsstadium ist dieses Problem selten schmerzhaft. Bei zunehmender Deformierung des kann jedoch das Tragen normalweiten Schuhwerks zur Ausbildung von Druckstellen führen. Die Erkrankung ist meist erworben und tritt häufig bei Spreizfuß oder Plattfuß auf. Enges und hochhackiges Schuhwerk begünstigen die Erkrankung, weshalb Frauen deutlich häufiger betroffen sind.

Hammer- und Krallenzehen

Fehlstellungen der Kleinzehen sind meistens Folge einer Fußfehlstellung. Durch das Absinken des Quergewölbes beim Spreizfuß kommt es zur Verkrümmung der Zehen und zur Ausbildung von schmerzhaften Hornhaut-Schwielen. Die Fehlstellung kann im End-, Mittel- und Grundgelenk der Zehe lokalisiert sein.

Am häufigsten ist die fixierte Beugestellung im Mittelgelenk mit der Schwiele ("Hühnerauge") auf der Oberseite der Zehe.

Morton-Neurom

Das Gefühl in den Zehen wird durch mehrere kleine Nervenäste gewährleistet, deren letzte Aufteilungen sich auf Höhe der Mittelfußknochen befinden.

Kommt es bei Veränderungen des Fußgewölbes wie beispielsweise einem Spreizfuß zu einem Tiefertreten eines oder mehrerer Mittelfußknochen, kann es zu einer Kompression des jeweils "in die Zange genommenen" Nerven kommen.

Haglund-Exostose

Bei der Haglund-Ferse handelt es sich um eine angeborene, knöcherne Vorwölbung des Fersenbeins. Diese hintere obere Ecke des Fersenbeines kann zur Irritation des Achillessehnenansatzes führen. Normalerweise macht dieser ausladende Knochenrand keine Beschwerden. Kommt es jedoch durch Druck  in diesem Bereich von zu engen oder zu hart gearbeiteten Schuhen beginnen die Beschwerden. Oft kommt es zu Reizzuständen auch durch eine Dauerbelastung wie Langstreckenlauf.

Krampfadern (Varikosis)

Die Bezeichnung „Krampfader“ leitet sich von dem althochdeutschen Wort „krimpfen“ (= „krümmen“) ab. Prinzipiell wird eine anlagebedingte (primäre) von einer krankheitsbedingten (sekundären) Varikosis unterschieden.

Die primäre Varikosis ist die weitaus häufigere Form und kommt durch eine Bindegewebsschwäche in der Venenwand zustande. Hierfür werden Faktoren wie genetische Veranlagung, Schwangerschaft, Übergewicht und stehende Belastung im Beruf verantwortlich gemacht.

Die sekundäre Varikosis tritt meist als Folge einer Thrombose der tiefen Beinvenen auf. Das aus dem Bein zurückfließende Blut kann hierbei nicht mehr über die größeren tiefen Beinvenen abfließen und „sucht“ sich seinen Weg zurück über die kleineren oberflächlichen Venen, die dann aufgrund der Überlastung Krampfadern ausbilden.

Unter dem Begriff „Besenreiservarizen“ versteht man sehr kleine, in der Haut liegende Minikrampfadern, die auf das Vorliegen einer chronischen Venenerkrankung und auf ein postthrombotisches Syndrom hinweisen können.

Proktologie

Erkrankungen im äußeren Analbereich

Pilonidalsinus

Der Pilonidalsinus ist eine akut oder chronisch verlaufende Entzündung im subkutanen Fettgewebe im Steißbeinbereich. Abgebrochene Haare oder Haarteilchen gelangen unter die Haut und führen hier zu einer Entzündungsreaktion, die nicht abheilt und einen Abszeß in der Tiefe bilden kann. Es sind hautsächlich Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren betroffen. Im Bereich der Rima ani zeigen sich kleine Poren, die bei Druck Schmerzen können und gelegentlich ein eitrig-blutiges Sekret absondern.

Therapie
Eine konservative Therapie, z.B. durch Antibiotika denkbar, scheidet aus, da hiermit keine Heilung der Erkrankung herbeigeführt werden kann. Insbesondere bei Vorliegen einer Entzündung muß die chirurgische Therapie erfolgen. Bei tiefreichender Abszeßbildung wird der gesamte entzündliche Bereich in Vollnarkose ausgeschnitten. Die Wunde bleibt offen und heilt von der Tiefe heraus ab.

Bei weniger akuten Stadien der Erkrankung ist eine plastische chirurgische Versorgung möglich. Hierbei wird ebenfalls in Vollnarkose der gesamte entzündlich veränderte Bereich entfernt und die entstehende Gewebelücke durch eine spezielle OP-Technik mit gesundem Gewebe gedeckt. Der Vorteil dabei ist ein sofortiger direkter Wundverschluß und als Resultat eine wesentlich kürzere Wundheilungszeit mit mechanisch stabiler Narbe.
Beide operative Behandlungsverfahren werden in der Praxis ambulant durchgeführt.

Marisken

Marisken sind häufig vorkommende Hautläppchen im äußeren Analbereich. Sie kommen bei etwa 70-80% aller Menschen im Laufe ihres Lebens vor, hauptsächlich im höheren Lebensalter. Marisken entstehen meistens als spontane geschwulstartige Hyperplasien der Haut. Gelegentlich sind die Marisken aber auch die Folge einer weiteren Erkrankung des Analkanals (z.B. Analfissur, Analvenenthrombose). Sie stellen häufig ein Problem der Analhygiene dar und können Ursache unangenehmen Juckreizes sein.

Therapie
Marisken sollten in jedem Falle untersucht werden. In der Regel sind bis auf einfache Maßnahmen zur Analhygiene und ggf. Salbenanwendungen keine weiteren Therapien nötig. Bei ausgeprägten Marisken und begleitenden Erkrankungen ist eine chirurgische Entfernung zu empfehlen. Dieser Eingriff kann in lokaler Betäubung oder Vollnarkose in der Praxis erfolgen. Eine offene Wundheilung ist anzustreben, diese dauert etwa 2-3 Wochen.

Erkrankungen des Analkanals: Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind übergroße mit Blutgefäßen gefüllte Schleimhautlappen des Analkanals. Im gesunden Zustand liegen lediglich kleine Schleimhautläppchen etwa 3cm tief im Analkanal vor, die entscheidend zu einer Feinabdichtung von Gasen und wässrigem Stuhlgang beitragen. Je nach Größe der Hämorrhoiden werden 4 Schweregrade der Erkrankung eingeteilt.

Die Entstehung von Hämorrhoiden ist nicht eindeutig geklärt. Es wird eine genetische Prädisposition (familiäre Häufung) und eine mechanische Problematik verantwortlich gemacht. Entscheidend scheint die Stuhlkonsistenz, also die Beschaffenheit des Stuhls zu sein. Es sind deutlich mehr Patienten mit Durchfallneigung von Hämorrhoiden betroffen als solche mit festem Stuhl oder gar chronischer Verstopfung. Die Erklärung hierfür liegt in der „Mechanik des Stuhlabsetztens“. Bei formbaren oder festerem Stuhl werden die Hautläppchen beim Stuhlgang langsam plattgedrückt. Das Blut darin wird in tiefere Gewebeschichten geleitet  und der Weg zur Defäkation ist frei. Bei sehr weichem oder wässrigem Stuhl kommt es nicht zu einer ausreichenden Dehnung des Analkanales und die Hämorrhoidalpolster werden nicht richtig platt gedrückt und sind damit für mechanische Beschädigung viel empfindlicher.

Tennis-Ellenbogen

Golfer-Ellenbogen

Sulcus ulnaris-Syndrom

Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine Nervenenge bzw. Nervenirritation im Knochenkanal am ulnaren Epicondylus (innenseitige Ellenbogenknochen).

Freie Gelenkkörper

Schleimbeutelentzündung

Die Bursitis olecrani (Schleimbeutelentzündung an der Ellenbogenspitze) ist eine Entzündung des Ellenbogenschleimbeutels (Bursa olecrani).

Eingeteilt wird diese Erkrankung in einen akuten und einen chronischen Verlauf. Sie kann unter anderem durch folgende Ursachen ausgelöst werden:

  • offene Schleimbeutelverletzun
  • geschlossene Schleimbeutelverletzung nach Trauma (Prellung, Sturz etc.)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht)
  • Rheumatoide Arthritis
  • knöcherner Sporn an der Ellenbogenspitze ( sog. Olecranonsporn)

Ein weitere häufige Ursache der Bursitis olecrani ist die chronische Reizung, z.B. durch Aufstützen beim Lesen, was dann mit der Bezeichnung Bursitis informaticus olecrani ("student's elbow") zum Ausdruck gebracht wird.

Karpaltunnelsyndrom (CTS)

Das Karpaltunnelsyndrom ist ein sogenanntes Nerven-Engpass-Syndrom der Hand. An der Innenseite des Handgelenks wird der Nerv, der Bereiche der Hand versorgt (Medianusnerv), beim Durchtritt durch den Handwurzelkanal eingeengt. Das Karpaltunnelsyndrom betrifft Frauen häufiger als Männer. Die Betroffenen sind meist zwischen 40 und 60 Jahre alt.

Diskusverletzung im Handgelenk

Ein häufiger Ort für Handgelenksschmerzen ist die Ellenseite (Kleinfingerseite) des Handgelenkes. Das Drehgelenk des Unterarmes, das sogenannte distale Radioulnargelenk (DRUG), wird von der Elle und der Speiche gebildet. Dabei ist die Elle der „ruhende Anteil“, d.h. die Speiche dreht sich bei der Unterarmdrehung um die Elle.

Dieses Drehgelenk wird dabei im Alltag permanenter Belastung ausgesetzt. Ein Bandkomplex zwischen Elle und Speiche, der sog. TFCC (triangulärer fibrokartilaginärer Komplex) stabilisiert das distale Radioulnargelenk und sorgt dafür, dass die Gelenkführung und Stabilität gewährleistet sind. Ein Teil dieses TFCC ist der sogenannte Diskus ulnokarpalis (syn. Diskus triangularis). Er spannt sich wie eine Hängematte über dem Ellenköpfchen und grenzt das Köpfchen der Elle wie ein Puffer gegen Mondbein (Lunatum) und Dreiecksbein (Triquetrum) der Handwurzel ab.

Diese Region ist besonders bei Drehbelastungen im Alltag (Beruf, Haushalt), beim Sport aber auch bei Verletzungen gefährdet. Sowohl durch allmähliche Abnutzung aber auch als Folge von Stürzen (Distorsion, Radiusfraktur) kann es hier zu Einrissen am Diskus triangularis, zu Knorpelschäden an Ellenköpfchen oder Mondbein und zur Insuffizienz des LT-Bandes (lunotriquetrales Band) kommen. Meist kommt es dabei zu einer Synovialitis (Entzündung der Gelenkschleimhaut) in diesem Bereich, die zu den typischen Beschwerden führt.

Morbus Dupuytren

Morbus Dupuytren (Dupuytren'sche Kontraktur) ist eine krankhafte Veränderung der Handinnenfläche, bei der das Bindegewebe entlang der Fingerbeugesehnen sowie im Bereich der Hohlhandfaszie vernarbt. Dadurch verdicken und verkürzen sich die Strukturen gleichermaßen. Meistens verändern sich Ring- und Kleinfinger.

Die Krankheit tritt gewöhnlich bei Männern nach dem 50. Lebensjahr auf. Frauen sind wesentlich seltener davon betroffen.

Schnappfinger

Die Begriffe "schnellender Daumen" und "Schnappfinger" werden oft synonym benutzt. Der Daumen ist jedoch am häufigsten betroffen. Deshalb hat sich vermutlich der Name eingebürgert.

Im täglichen Leben beanspruchen wir den Daumen von allen Fingern am stärksten, auf ihn wirken die größten Kräfte ein. Deshalb ist er besonders anfällig für die Entwicklung eine s Schnappphänomens.  Doch auch die Langfinger – wie Mittel, Ring- und Zeigefinger – können überlastet sein. Es kann zudem einen oder gleichzeitig (teilweise auch nacheinander) mehrere Finger treffen.

Ganglion

Ein Ganglion (Überbein) bildet sich meist am Handgelenk oder Finger: Das Überbein ist der häufigste gutartige Weichteiltumor der Hand (wobei "Tumor" hier im Sinne einer Schwellung gemeint ist).

Engpass-Syndrom

Freie Gelenkkörper bei Arthrose

Lokale Durchblutungsstörung des Sprungbeins, sog. Osteochondrosis dissecans

Chronische Bandinstabilität