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Willkommen in der Uhland Praxisklinik

Gemeinschaftspraxis für

ORTHOPÄDIE, CHIRURGIE und UNFALLCHIRURGIE

Sportverletzungen, Ambulante Operationen, Stationäre Operationen (KH Urach), D-Ärzte (Arbeitsunfälle), Chirotherapie, Akupunktur, Rheumatologie, Knochendichtebestimmung (DXA)

 

Die Therapie richtet sich nach dem Alter des betroffenen Patienten, nach Entstehungsursache dabei auch nach Lokalisation, Schweregrad und Größe des betroffenen Areals und den daraus resultierenden Beschwerden. Einbezogen werden der Aktivitätsgrad und sportliche Anspruch.

1. Knorpelglättung

Hierbei werden freie oder sich in Ablösung befindliche Knorpelanteile abgetragen bzw. aus dem Gelenk entfernt, um dadurch die Knorpeloberfläche abzurunden und entzündliche Prozesse im Gelenk zu reduzieren. Diese Form der Knorpeltherapie wird jedoch sehr zurückhaltend durchgeführt. Eine Knorpelreparation wird hierdurch nicht erreicht.

2. Knochenmarkstimmulierende Verfahren (Micro- fracturierung, Anbohrung)

Arthroskopisch wird geschädigtes Knorpelgewebe aus dem Defekt entfernt und dann die Knochenplatte am Defektgrund mit Spezialinstrumenten mehrfach perforiert. Aus diesen Löchern blutet es in den Knorpeldefekt und es entsteht ein Blutgerinsel mit Knochenmarkstammzellen, aus dem im weiteren Verlauf fibröses Knorpelersatzgewebe entstehen kann. Diese Form der Knorpelreparation funktioniert vor allem bei kleinen Defekten (< 2 cm²).

3. Knorpelknochentransplantation (OATS/Mosaik- plastik)

Bei diesem Verfahren wird ein Knorpelknochenzylinder aus einem nicht belasteten Gelenkbereich entnommen und in den Knorpeldefekt implantiert. Die Knorpelknochenzylinder haben einen Durchmesser von 6 bis 10 mm und werden passgenau  in den Defekt eingebracht, eine zusätzliche Befestigung ist nicht erforderlich.  Die Methode ist limitiert auf Defektgrößen von 2 bis 3 cm², da ansonsten der Entnahmedefekt zu groß wird und dort Beschwerden entstehen können.  

 

Durch die Erhebung der Krankengeschichte und die Untersuchung des Gelenkes kann bereits der Hinweis auf einen Knorpelschaden bestehen. Erhärtet werden kann der Verdacht eines Knorpelschadens durch eine Kernspintomographie.

Bei weiter fortgeschrittenem Schaden zeigen sich dann aber auch im Röntgenbild typische Veränderungen.

Eine direkte und damit die zuverlässigste Beurteilung des Knorpels kann mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) erfolgen. Eine solche Operation wird aber nie zur reinen Diagnostik durchgeführt, sondern direkt je nach erhobenem Befund die nötigen operativen Maßnahmen durchgeführt.

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder Knorpelschaden zwangsläufig Probleme bereiten muss. Daher ist es in jedem Einzelfall sinnvoll das Kniegelenk in Ruhe zu untersuchen und die Beschwerden zu analysieren, ob nicht ggf. andere Gründe hierfür verantwortlich sind. Da der Knorpel keine Nervenversorgung hat, macht ein Knorpelschaden auch nicht immer Schmerzen, sondern erst die daraus resultierende Gelenkschleimhautentzündung oder Veränderungen des darunter liegenden Knochens.

Löst sich ein größeres  Knorpelstück ab, kann es zu einer Gelenkblockade mit plötzlichen starken Schmerze kommen.

Chronische Knorpelschäden, welche über längere Zeit durch Abnutzung entstehen, machen im Anfangsstadium Schmerzen bei Belastung. Das Gelenk kann anschwellen. Schreitet der Schaden fort, verstärken sich die Schmerzen, besonders nachts und in Ruhe. Typischerweise lassen die Schmerzen nach einer Warmlaufphase zunächst nach(„ ich muss mich erst einlaufen“)  und nehmen dann nach einer gewissen Belastung wieder zu. Besonders am Knie treten oft Gelenkergüsse auf. Durch Knochenanbauten am Gelenk wird die schmerzhafte Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt.

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